Romera ist aus einer einfachen Beobachtung entstanden: Viele Menschen wünschen sich ein echtes Gespräch, finden aber im entscheidenden Moment niemanden, mit dem es stattfinden kann.

Daraus ergibt sich eine ehrliche Frage: Kann ein Gespräch mit einer zunächst fremden Person Einsamkeit lösen?

Nein – jedenfalls nicht allein.

Ein Gespräch auf Romera ersetzt keinen langjährigen Freund, keine Familie und keine gewachsene Nachbarschaft. Es kann auch keine professionelle Hilfe ersetzen, wenn ein Mensch sie benötigt.

Das Ziel bleibt echte, gewachsene Nähe

Menschen verdienen Beziehungen, die über einen einzelnen Abend hinausgehen: jemanden, der ihre Geschichte kennt, einen Kaffee mit einem vertrauten Menschen oder eine Nachbarschaft, in der man sich nicht jedes Mal neu vorstellen muss. Das kann und will keine Plattform der Welt ersetzen.

Die Alternative ist aber manchmal nicht ein besseres Gespräch

Manchmal lautet die wirkliche Alternative: gar kein Gespräch. Ein stiller Abend bleibt still, nicht weil ein Mensch keine Nähe möchte, sondern weil gerade niemand erreichbar ist oder eine Sprachbarriere dazwischensteht.

Ein Gespräch mit einem unbekannten Menschen ist deshalb nicht bedeutungslos. Jemand hört zu, antwortet und interessiert sich für das, was man erzählen möchte. Daraus muss keine Freundschaft entstehen. Aber es kann ein erster Schritt sein.

Human first

Romera soll keine Beziehungen simulieren und keine künstliche Nähe versprechen. Im Mittelpunkt stehen echte Menschen. Übersetzung und Technik sollen ihnen lediglich helfen, einander zu verstehen.

Wir werden deshalb nicht behaupten, Romera sei „die Lösung gegen Einsamkeit“. Einsamkeit ist zu vielschichtig und zu ernst für ein solches Versprechen.

Unser bescheideneres Versprechen lautet:

Ein Gespräch ersetzt keine Beziehung. Aber es kann ihr Anfang sein.